Hier dreht sich alles rund um die wichtigsten Fragestellungen der Hotellerie.
00:00:00: Herzlich willkommen beim Smart Hotel Key Podcast.
00:00:04: Von den besten Lernen, Akzente setzen und in die Umsetzung kommen – smart hotel key!
00:00:09: Und du hast immer den richtigen Schlüssel in der Hand.
00:00:14: Hallo und herzlich Willkommen bei Smart Hotel key deinem Podcast für erfolgreiches Hotelmanagement.
00:00:21: Mein Name ist Marco Riederer und ich freue mich sehr dass Du heute wieder mit dabei bist.
00:00:27: Ja und wenn du?
00:00:28: Zufällig schon von Beginn an bei diesem Podcast dabei sein solltest, dann hast du die Heere heute die dreihundertste Folge zu hören.
00:00:39: Ja es ist durchaus etwas Besonderes auch für mich.
00:00:42: Dreihundert Folgensmart Hotel Key.
00:00:45: Wenn mir jemand und sie hat jetzt doch schon ein paar Jahre herzeitig begonnen haben wenn mir jemand das im Dezember zwanzigzwanzig gesagt hätte dass ich Von da an wirklich Woche für Woche eine neue podcastfolge veröffentlichen werde Da wäre ich zumindest ein bisschen skeptisch gewesen, ja natürlich habe ich es vorgehabt.
00:01:02: das Ziel war von Anfang an jeden Sonntag eine neue Folge herauszubringen.
00:01:09: Das hat auch in neunzig Prozent der Fälle gut funktioniert.
00:01:13: ab und zu als Verzögerungen gegeben.
00:01:15: so wie auch jetzt solltest du jetzt schon gespannt darauf warten dass diese Folge endlich erscheint.
00:01:21: Ich war dazwischen zwei Wochen im Urlaub, danach ist einiges noch liegen geblieben.
00:01:25: Ich habe es nicht geschafft mir diese Folge schon vorab aufzuzeichnen aber jetzt erscheint sie endlich!
00:01:32: Also ja ich blick heute vor allem mit großer Dankbarkeit zurück.
00:01:38: Dankbarheit gegenüber allen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern die ihre Erfahrungen ihr wissen und oftmals auch sehr persönliche Einblicke an mich beziehungsweise mit uns allen geteilt haben Und natürlich auch Dankbarkeit gegenüber allen Menschen, die den Podcast hören so wie du.
00:01:53: Die Beiträge weite empfehlen, kommentieren oder mir Rückmeldungen schicken und natürlich gegenüber allen Dismar-Totel, die in den vergangenen Jahren begleitet und mitentwickelt haben.
00:02:04: Mittlerweile haben mehr als dreieinhalb Tausend Menschen dem Podcast platformübergreifend abonniert – und das ist für mich keineswegs selbstverständlich.
00:02:13: vor allem deshalb nicht!
00:02:15: Weil Smart Hotelchen, das möchte ich schon betonen seit Beginn ein bewusst unabhängig und werbefreie geblieben ist.
00:02:20: Also bis heute hat es keine bezahlte Werbeschaltung im Podcast gegeben Und das soll auch so bleiben.
00:02:31: Für die dreihundertste Folge wollte ich jetzt aber nicht nur einfach zurückblicken und schauen was ist passiert.
00:02:39: Ich wollte ja auch über ein Thema sprechen dass mich in den vergangenen Wochen auch persönlich sehr beschäftigt hat.
00:02:45: Natürlich geht es um Tourismus, aber auch um Nachhaltigkeit und Klimaveränderung.
00:02:51: Um die Chancen einer neuen Sommerfrische – die Zukunft des alpinen Wintertourismus – und um die Frage wie lange wir touristische Entwicklung noch weitgehend auf Basis jener Erfahrungen planen können, die wir in der Vergangenheit gemacht haben?
00:03:05: Dabei geht's für mich nicht nur um die wirtschaftliche Perspektive, sondern es geht um die Sicherung unserer Lebensgrundlage!
00:03:13: Ich habe vorher gerade gesagt ich war Gerade erst auf Urlaub.
00:03:16: Die ersten beiden Augustwochen habe ich gemeinsam mit meiner Familie, mit meiner Frau und meinen zwei Kindern auf Greta verbracht.
00:03:23: Wir waren im Süden der Insel in einer Gegend die absolut nicht touristisch ist.
00:03:28: Wunderschöne Strände, super Landschaften, gutes Essen Und viel gemeinsame Zeit!
00:03:33: Dafür bin ich natürlich auch sehr dankbar.
00:03:35: Gleichzeitig war da dieses Gefühl das ich schwer ignorieren konnte weil während wir Urlaub machte kämpften andere Teile Griechenlands und auch Gretas sowie viele Teile Europas mit extremer Hitze, Türe und Wald brennen.
00:03:52: Wir haben drei Tage vor Abflug uns Gedanken darüber gemacht ob wir überhaupt fliegen können weil auf einmal in den Medien war Greta steht in Flammen.
00:04:04: Und natürlich beginnt man dann auch ein bisschen nachzudenken.
00:04:08: wenn man die Bilder sieht von prädenden Wäldern von evakuierten Ortschaften oder ausgetrockneten Landschaften begleitet das und vermutlich nicht nur uns in unserem Urlaubsfeeling.
00:04:24: Man liest solche Meldungen, man sieht diese Bilder und sitzt dann gleichzeitig oder sehr bald selbst am Strand und diese Gleichzeitigkeit hat mich ein bisschen beschäftigt.
00:04:34: weil darf man da einen solchen Urlaub einfach genießen?
00:04:38: Was bedeutet es wenn jene Landschaften wegen denen wir Reisen zunehmend unter den Folgen der Klimaveränderung leiden?
00:04:46: Wie wird sich auch das Reiseverhalten verändern, wenn extremer Hitze in klassischen Sommerdestinationen nicht mehr die Ausnahme sondern ein immer wahrscheinlicherer Teil der Urlaubsplanung wird?
00:04:58: Und wie lange können wir Tourismus so organisieren als würden sich seine natürliche Rahmenbedingungen nicht grundlegend verschieben.
00:05:08: Ich möchte jetzt keine moralische Selbstanklage machen oder in diese Richtung verfallen.
00:05:13: Reisen ist ein menschliches Bedürfnis und Menschen wollen andere Länder kennenlernen, Zeit mit ihrer Familie verbringen sich erholen neue Perspektiven gewinnen und aus ihrem Alltag ausbrechen.
00:05:27: Und das wollen auch wir!
00:05:28: Für meine Frau und für meine Kinder gibt es nichts Schöneres als Zeit auf am Strand zu verbringen.
00:05:36: Ich habe in der Smart Hotel gefolge Tourismus im Klimawandel, die ich gerne verlinken werde.
00:05:42: Ein super Gespräch geführt mit Florian Ecker von Climate Partner und auch da haben wir jetzt festgehalten Reisen wird grundsätzlich ein Bedürfnis bleiben!
00:05:51: Die entscheidende Frage lautet also nicht ob Menschen künftig noch reisen dürfen?
00:05:55: Die Frage lautet wie wir Reisen Mobilität aufenthaltstauer touristische Infrastruktur und Angebote gestalten.
00:06:05: Und während ich mich auf Geräte mit diesen Fragen beschäftigt habe, erreicht mich bei neuen täglich Meldungen über neue Temperaturekordien Österreich.
00:06:15: Wenn du jetzt zu einem meiner Hörerinnen vor allem aus dem Osten von Österreich gehörst dann wirst du dich erinnern Anfang August mehrere Tage Temperaturen jenseits der vierzig Grad jeden Tag irgendwo ein neuer Temperaturekord.
00:06:32: Währenddessen bin ich bei fast angenehmen vierunddreißig Grad und Wind am Meer gesessen und habe einen Bier genossen Ja, Ich hab mich fast gefreut dass wir dieser Hitze entflohnt sind und gleichzeitig hat es mir natürlich zu denken gegeben wenn viele Menschen Zuhause unter der extremen Hitze leiden das Haus nicht mehr verlassen können so wie auch mein eigener Vater mit dem ich dann noch etwas korrespondiert habe, natürlich.
00:06:58: Und es ist einfach immer schwieriger wird hier dem alltäglichen Leben nachzugehen.
00:07:05: Am fünften August haben wir also mit einundvierzig Komma zwei Grad ein neues österreichisches Allzeit hoch einen neuen Hitze Rekord errungen und die Frage ist wo das Ganze noch hingeht?
00:07:20: Die Geosvia Austria führt diesen Wert eben als höchsten jemals gemessenen Wert an.
00:07:26: Und gleichzeitig geht es aber natürlich nicht nur um Temperaturrekord, es geht auch um Trockenheit!
00:07:31: Die vergangenen zwölf Monate waren laut Geosphere Austria die trockensste Periode in Österreich seit Beginn der Messungen im Jahr a.C.
00:07:40: Von Februar bis zu August haben wir teilweise nur die Hälfte des sonst üblichen Niederschlagsmenge gehabt.
00:07:47: Und natürlich ist nicht jeder einzelne heiße Tag für sich allein ein Beweis für einen Klimawandel!
00:07:53: Wetter und Klima sind nicht das selber in logischer Weise, da brauchen wir jetzt auch Grundsatzdiskussion darüber führen.
00:07:59: Wenn sich Rekorde ja nicht nur alle paar Jahrzehnte eignen sondern an der innerhalb weniger Wochen ablösen dann dürfen wir sie nicht länger wie isolierte Wettkapriolen behandeln.
00:08:08: Wir erleben Keine abstrakte Zukunftsprognose, wir erleben bereits die Veränderung jener Rahmenbedingungen auf denen unsere Lebensweise und eben auch große Teile unseres Tourismus aufgebaut sind.
00:08:23: Der Tourismus gehört zu jenen Wirtschaftszweigen, die natürlich besonders stark von den Auswirkungen des Klimawandels abhängig sind.
00:08:32: Strände, Seenwälder, Bergeschnee, Gletscher brauche ich gar nicht laut sagen!
00:08:39: Und natürlich ein als angenehmen Pfund eines Klimas sind keine ausdorschbaren Produktionsfaktoren.
00:08:45: Sie sind die Grundlage unseres Angebots und gleichzeitig trägt der Tourismus selbst aber auch zur Klimaveränderung bei.
00:08:53: besonders relevant sind hier die An- und Abreise, die Mobilität vor Ort, den Energieverbrauch von Beherrgungsbetrieben und Freizeitinfrastruktur.
00:09:03: Natürlich auch die Herstellung an der Transporte von allem was wir dazu brauchen Lebensmittel Flächenverbrauche ressourcenintensiver Bauer und natürlich Erlebnisangebote.
00:09:16: Es ist meiner Meinung nach aber zu einfach die Verantwortung ausschließlich den Reisenden zu übertragen.
00:09:23: Menschen wählen vor allem aus jenen Angeboten denen zur Verfügung stehen.
00:09:27: Wenn Destinationen nur mit dem Auto sinnvoll erreichbar sind, wenn öffentliche Verkehrsmittel fehlen, wenn Aufenthalte durch die Preis- und Angebotsgestaltung immer kürzer werden oder wenn ständig neue Infrastruktur als Voraussetzung für Attraktivität dargestellt wird dann handelt es sich eben nicht bloß um individuelle Gästeentscheidungen.
00:09:46: Verantwortung tragen eben auch Betriebe, Destinationen, Verkehrsunternehmenprojektentwickler, Finanzierer.
00:09:54: Auch wir Berater und natürlich die Politik.
00:09:58: Ich habe vor einiger Zeit – es war im Mai von dem Jahr zweizig fünfundzwanzig – ein super Podcastgespräch geführt mit Josef May und wir haben darüber gesprochen, dass Nachhaltigkeit nicht im Widerspruch zur Wirtschaft liegt.
00:10:11: muss oder grundsätzlich nicht steht.
00:10:14: Energieeffizienz, ein geringerer Sußenverbrauch, bessere Finanzierungsmöglichkeiten, regionale Wertschöpfung und auch eine hohe Arbeitgeberqualität können konkrete wirtschaftliche Vorteile schaffen.
00:10:26: Auch die Podcastfolge werde ich dir sehr gerne verlinken!
00:10:31: Und ich habe in einem weiteren Podcast mit dem Thema Nachhaltigkeit im Fokus der Hotellerie Fragezeichen diese Gedanken noch etwas weitergeführt.
00:10:40: also es geht weniger um formale Berichtspflichten, als darüber zu identifizieren was für den eigenen konkreten Betrieb und das eigene Geschäftsmodell wirklich wesentlich ist.
00:10:52: Und dazu gehören natürlich auch die Abschätzung von Klima-Riesigen, von Extremweiterreignissen, Wasserverfügbarkeit, Energiepreiseversorgungssicherheit, Mitarbeiterbindung, regionale Wertschöpfung
00:11:03: etc.,
00:11:04: pp.
00:11:06: Nachhaltigkeit darf also keine Reine!
00:11:09: zusätzliche Aufgabenliste sein, die neben dem eigentlichen Hotelbetrieb abgearbeitet wird.
00:11:14: sie muss idealerweise Teil der Betriebs- und Investitionslogik werden wenn man das Thema ernst nimmt.
00:11:21: Und natürlich bieten Klimaveränderungen gerade bei uns in den Alpen auch touristisch neue Chancen.
00:11:32: Die Frage ist ob die Sommerfrische eine Renaissance erlebt?
00:11:35: In der Touristischen Werbung sind wir da selbst schon vermehrt und das ist natürlich tatsächlich eine Chance weil die Veränderungen in Südeuropa, die steigende Hitzebelastung in den Städten können dem alpinen Sommertourismus neue Chancen öffnen.
00:11:54: Weil wer will noch ans Meer wenn es dort jenseits der vierzig Grad dauerhaft hat wenn das Mittelmeer schon fast zu warm zu schwimmen ist in vielen Bereichen wenn ständig Wasserknappheit und Waldbrandgefahr herrscht, weil genau dann locken die Berge mit kühligen Nächten.
00:12:16: Die Sehen, die Wälder, die Höhenlagen, die frische Luft und die Bewegung in der Natur werden wieder zu einem realen touristischen Wert.
00:12:25: Das heißt vielleicht wird der größte Luxus künftig nicht der größtes Baar oder höchste Ruftopul oder das umfangreichste Buffet sondern vielleicht besteht der Luxus darin ein Fenster zu öffnen um nachts gut schlafen zu können, in sauberem Wasser zu schwimmen durch einen gesunden Wald zu gehen, Zeit in einer intakten Landschaft zu verbringen und sich dabei eben nicht permanent inszenierten Reizen aussetzen zu müssen.
00:12:54: Und ich muss dabei – und das habe ich auch bei der Vorbereitung dieser Podcast-Folge ganz stark denken müssen an die Podcastfolge Der wahre Luxus der Natur Also auch schon ein bisschen her im März, den ich mit Nico Berghofer geführt habe.
00:13:16: Auch die verlinke ich natürlich selbstverständlich im Blogbeitrag.
00:13:19: Natur ist nicht bloß die Kulisse vor deren touristisches Produkt stattfindet.
00:13:24: Das Naturerlebnis kann selbst das zentrale Angebot sein und wir haben auch bereits im Trend Report, den wir auch mittlerweile drei Jahre erstellt haben.
00:13:36: Grüner wird es nicht!
00:13:38: Darauf hingewiesen, dass viele österreichische Hotels seit Generationen in und mit ihrer natürliche Umgebung leben und sich weiterentwickeln.
00:13:46: Gerade familiengeführte Betriebe verfügen häufig über ein Wissen, über Landschaft, Landwirtschaft, regionale Kreisläufe und Gastfreundschaft das ich eben nicht einfach kopieren lässt.
00:13:57: Und genau darin liegt eine immens große Chance für Österreich!
00:14:02: Allerdings ist die Renaissance der Sommerfrische kein Selbstläufer und kein einfaches Marketingthema.
00:14:09: Auch das muss richtig gelebt, inszeniert und verkauft werden.
00:14:14: Natürlich müssen wir da auch noch einen Schritt weiter denken weil wenn sich die touristische Nachfrage in kühlere Regionen und höhere Lagen verlagert dann stellt sich auch rasch die Frage wie wir mit diesem Wachstum umgehen sollen.
00:14:27: Sehenwälder Almen- und Berganschaften sind keine beliebig skalierbaren Kulissen.
00:14:32: mehr Nachfrage?
00:14:33: benötigt Verkehrsangebote, Wege, Abfallentzorgung, Wasserversorgung Gastronomie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie teilweise natürlich zusätzliche Beherbergungskapazitäten.
00:14:44: Das ist ohne strategische Steuerung entstehen wiederum neue Nutzungskonflikte um natürlich Belastungsgrenzen.
00:14:53: Die neue Sommerfrische darf deshalb nicht dazu führen, dass wir die Fehler mancher Winterdestinationen in den Sommer übertragen.
00:15:01: Immer größere Kapazitäten immer mehr Infrastruktur und immer neue Attraktionen.
00:15:06: Obwohl eben gerade Ruhe, Ursprünglichkeit und ein intakter Naturraum das eigentliche Angebot darstellen sollen und auch die Sehnsucht der Menschen widerspiegelt.
00:15:17: In der Podcastfolge Renaturierung als Zukunftsfrage haben wir die Frage gestellt, wie viel Naturverträgt ein Mensch?
00:15:24: Oder müssen wir längst fragen, wie viele Menschen die Natur verträgt.
00:15:28: Tourismus kann nicht nur mit Renaturierungen coexistieren.
00:15:33: Tourismus ist langfristig auf sie angewiesen.
00:15:36: Intakte Böden speichern Wasser, Wälder sorgen für Kühlung und schützen vor Naturgefahren Und unversiegelte Flächen nehmen Niederschläge auf und Biodiversität stabilisiert unsere Ökosysteme.
00:15:51: Das heißt, eine gepflegte Naturlandschaft ist Lebensraum, Wirtschaftsraum und touristisches Angebot zugleich!
00:15:59: Für alpine Sommerdestinationen kann die Sommerfrische also eine große Chance werden – gerade in Österreich aber eben nur dann wenn sie nicht als Einladung zu unbegrenztem Wachstum missverstanden wird.
00:16:11: Und natürlich kann man sich jetzt auch die Frage stellen, was wird aus dem Ski-Tourismus?
00:16:14: Weil kaum ein touristisches Thema wie den Österreich so emotional diskutiert wie die Zukunft des Skifahrens.
00:16:23: Die einen erklären den Ski Tourismus bereits für beendet, die anderen verweisen auf volle Pisten moderne Beschneidungsanlagen und erfolgreiche Wintersaisonen.
00:16:32: Und beide Perspektiven greifen irgendwie dann doch wieder zu kurz wenn man sie in in den Extremen nur betrachtet.
00:16:40: Skifahren wird natürlich nicht von heute auf morgen verschwinden, hochgelegene schneesichere und wirtschaftlich starke Skigebiete werden voraus sich noch lange erfolgreich arbeiten können und es wird auch stärkeren schwächere Winter geben.
00:16:53: Möglicherweise profitieren sie sogar davon dass die Nachfrage auf weniger Standorte sich konzentrieren wird.
00:17:01: Und gleichzeitig sind natürlich auch die langfristigen Veränderungen der Schneelage längst messbar Und über die technische Beschneiung kann heute auch viel kompensiert werden.
00:17:11: Also, die Zukunft des Wintertourismus wird regional sehr unterschiedlich aussehen und es hängt von vielen Eckpunkten ab wie Höhenlage, Temperaturentwicklung Wasserverfügbarkeit regionale Wertschöpfungsstrukturen also wie lang kann überhaupt was erfolgreich weitergeführt werden?
00:17:30: aber natürlich auch die alternativen Angebote.
00:17:33: Für den Sommer.
00:17:34: hat sich die Destination aufgestellt mit den Seilbahnen ganzjährig fahren zu können etc.
00:17:39: Ein hochgelegenes, international positioniertes Skigebiet benötigt einfach eine andere Strategie als ein kleiner Stadtnachstandort in niedrigerer Höhenlage mit weniger Öffnungstagen.
00:17:51: Ein Ausflugsgebiet mit überwiegend Tagesgästen folgt logischerweise einer anderen Logik als eine alpine Ferienregion deren Hotel seinen erheblichen Teil ihres Jahresumsatzes in wenigen Winterwochen erwirtschaften.
00:18:04: Die entscheidende Frage darf daher natürlich nicht lauten, wie wir überall das bisherige Wintergeschäft retten sondern wir müssen eher fragen welche touristische Zukunft ist für diesen konkreten Ort ökologisch gesellschaftlich und wirtschaftlich tragfähig?
00:18:21: Das kann in manchen Regionen die konsequente Weiterentwicklung des Skidourismus bedeuten.
00:18:26: In anderen Regionen wird vielleicht eine Verkleinerung der beschneiten Flächen, eine stärkere Konzentration auf Kernbereiche oder auch ein schrittweiser Umbau des Geschäftsmodells notwendig sein und an manchen Standorten wird man sich möglicherweise ganz vom klassischen Skibetrieb verabschieden müssen wie so jetzt in der Vergangenheit schon geschehen ist.
00:18:44: Entscheidend ist solche Veränderungen nicht erst dann einzuleiten wenn der wirtschaftliche Druck keine geordnete Transformation mehr zulässt, sondern rechtzeitig darauf zu achten.
00:18:55: Und mit diesen Transformationen und da muss ich jetzt kurz darauf verweisen – und ich bin ihm schon lange auch eine Einladung hier in dem Podcast schuldig – und die wird auf jeden Fall folgen!
00:19:07: Mit dieser Transformation beschäftigt sich Markus Redl seit vielen Jahren.
00:19:12: Er leitet seit Zwei-Ton-Eilf die landeseigene EcoPlus Alpine GmbH damit mehrere niederösterreichische Bergbahnen.
00:19:22: Und er ist sehr präsent zu diesen Themen des Wandels als Autor, als Vortragender und auch als Verfasser der Bücher die Zukunft der Skigebiete das weiße Gold wird grün und zur Lage der Skination.
00:19:35: Er setzt sich intensiv eben mit der Weiterentwicklung des alpinen Tourismus auseinander in Gebieten für dir zuständiges Indien-Österreichisch an viel früher von diesem Wandel betroffen waren.
00:19:47: Seine Grundidee ist aber nicht den Schneesport aufzugeben, er plädiert vielmehr für einen Übergang von der kurzen hochintensiven Skise und zu einem flexibleren ganzjährigen Bergerlebnis.
00:19:58: Und er hat wirklich ein paar sehr spannende Ansätze die er nicht müde wird immer wieder zu betonen und in der Breite unterzubringen – es geht darum beschneide Flächen!
00:20:10: gezielt zu konzentrieren.
00:20:12: Es geht darum Angebote parallel statt nur nacheinander zu betreiben, es geht aber auch darum die bestehende Infrastruktur breiter zu nutzen und ein Beispiel das er da immer wieder bringt ist Sankt Corona am Wechsel dass eben diese Transformation sehr gut geschafft hat.
00:20:30: Das frühere Skigebiet wäre mit erheblichen Investitionserfordernissen konfrontiert gewesen und statt eben ausschließlich das bestehende Modell vorzuführen, wurde schrittweise ein breiteres Angebot für Familien Mountainbiker und andere aktive Zielgruppen aufgebaut.
00:20:47: Weitere wichtige Themen sind natürlich auch die Digitalisierung und Besucherlenkung – unnatürlich der wichtige Fokus dass man den Schneesport trotzdem nicht vernachlässigen darf.
00:21:00: Ich werde im Blog zu dieser Folge ein paar mehr Infos dazu teilen, aber auch schon jetzt versprechen.
00:21:07: Lieber Markus wenn du jetzt hier zuhörst wir werden uns sehr bald einen Termin für eine Podcast-Folge ausmachen weil das einfach ein Thema ist dass so viel her gibt und weil du da absolut viele Expertise hast.
00:21:20: also indirekt hier in der drei Nutzenfolge die Einladung für ein baldiges Interview für Smart Total Key.
00:21:28: Ein Schlagwort das natürlich sehr, sehr häufig dann gleich ein Hergeht mit der Verlängerung von Saisonzeiten mit dem ganzjährigen Betreiben oder auch dem sommerlichen Betreibende Bergbahnen ist.
00:21:43: Ganzjahres Tourismus!
00:21:45: Wobei ganzjahre Tourismus ja nicht bedeutet jeden Tag geöffnet zu haben.
00:21:49: die Transformation zum ganzjährig Berge-Erlebnis Die klingt auf den ersten Blick immer wie eine einfache Lösung Ist sie aber nicht.
00:21:56: und sie birgt auch riesigen weil ganzjähres Tourismus darf eben nicht mit einem permanenten Vollbetrieb verwechselt werden.
00:22:03: Ein Angebot kann über das Jahr hinweg unterschiedliche Besuchsanlässe schaffen, ohne dass sämtliche Infrastruktur in dreihundertfünfundsechzig Tagen geöffnet sein muss.
00:22:13: Ich habe auch erst vor kurzem eine sehr ausführliche Podcastfolge zum Thema ganz jahres Tourismus aufgenommen.
00:22:22: Auch die werde ich gerne verlinken!
00:22:26: Die Frage ist ja tatsächlich, was muss sich jetzt in der touristischen Entwicklung ändern?
00:22:31: Wir wissen aus den Klimataten und aus den Veränderungen im Reiseverhalten dass sich konkrete Konsequenzen ergeben für Hotellerie, für Destinationen, für Bergbahnen aber auch für Finanzierer, Investoren und eben die Politik.
00:22:44: Und die kann man nicht ignorieren und da kann man auch nicht weg schon weil gerade auf Seiten der Investition.
00:22:52: Klima-Risiken gehören in jede Investitionsrechnung.
00:22:57: Touristische Projekte werden häufig über Zeiträume von zwanzig, dreißig oder mehr Jahren finanziert und betrieben – und trotzdem passieren viele Prognosen sehr stark nach wie vor auf historischen Nachfrage Wetter- und Saisonverläufen.
00:23:10: Das heißt wir müssen uns künftig auch mehr um die Risiken bemühen, die erst aktuell oder künftig stärker eintreten werden….
00:23:20: Entwicklung der Sommer-, Winter-, Temperaturen, Schneesicherheit, Wasserverfügbarkeit etc.
00:23:26: Aber wir dürfen auch nicht vergessen dass das touristische Saisonprodukt zum resilienten Lebensraum wird.
00:23:36: Das heißt Destinationen sind keine Freizeitparks, sie sind Lebensräume in denen Menschen wohnen arbeiten Familiengründen und alt werden Und die touristische Infrastruktur sollte daher möglichst auch den Einheimischen dienen.
00:23:49: Dazu gehören auch Mobilität, Wege, Nahversorgung, Freizeit, Angebote und öffentliche Räume.
00:23:57: Das alles gewinnt an Legidimitet und Stabilität wenn sie eben nicht ausschließlich für wenige touristische Spitzenwochen dimensioniert werden.
00:24:06: Tourismus ist langfristig nur dort erfolgreich wo die Bevölkerung eben weiterhin gerne lebt und die Entwicklung grundsätzlich mitträgt – und das wird ja auch über die Statistik Austria mit der Tourismus-Akzeptanz gemessen!
00:24:21: Ein weiterer wichtiger Punkt, Natur muss als wirtschaftliche Grundlage behandelt werden.
00:24:26: Da geht es um Themen wie Renaturierung, Entziehgelung, Biodiversität und Landschaftsschutz.
00:24:33: Das wird in den Diskussionen gerade wenn es um die Wirtschaftlichkeit geht oft als Einschränkung behandelt.
00:24:41: man musste aber vielleicht ein bisschen das Symm... Biotischer angehen, weil tatsächlich sichern sie natürlich die zentralen touristischen Werte so lange sie nicht überreguliert werden und der administrativen und regulatorische Aufwand nicht überhand nimmt.
00:24:55: Selbstverständlich sind nämlich ein gesunder Wald, ein sauberer See und eine bewirtschaftete Alm ganz ganz wichtig für den direkt zuhörten Bahn Umsatz von Bergbahnen, Hotels etc.. Aber es geht auch darum, vorhandene Infrastruktur besser zu nutzen.
00:25:15: Weil nicht jede weite Entwicklung benötigt einen Neubau!
00:25:19: Oft geht's vielleicht darum auch zu prüfen wie bestehende Räume Anlagen und Angebote möglicherweise Saison übergreifend oder Saison erweitern besser genutzt werden können.
00:25:32: Und natürlich die Mobilität.
00:25:35: Ein großer Teil des touristischen Fußabdrucks entsteht durch an- und abreise.
00:25:39: nachhaltige Mobilität wird uns noch lange beschäftigen und darf nicht beim Aufstellen einiger Ladesäulen für iAutos enden.
00:25:48: Gerade die Bahninfrastruktur, Businfrastrukturtag gibt es noch viel Spielraum nach oben.
00:25:55: Idealerweise sollte man als weiterer wichtiger Punkt auch noch stärker auf die Messung der Nachhaltigkeit reagieren sowie auch auf die ehrliche Kommunikation.
00:26:08: Weil je wichtiger Nachhaltigkeit für Gäste wird, desto größer ist doch die Versuchung mit allgemeinen Begriffen wie grün umweltfreundlich naturnah oder klimaneutral zu werben.
00:26:20: und da gibt es ja auch sehr konkrete Rahmenwürdigen Richtlinien womit wir geworben werden darf oder nicht.
00:26:29: Wir haben das im Tribal Industry Club im sechsten Tiktokern mal auseinandergenommen Und ich habe auch eine Podcastfolge dazu aufgenommen, Green Gleams, also Screen Washing.
00:26:40: Auch die werde ich dir verlinken weil David ganz klar gezeigt warum solche Aussagen nachvollziehbar und belegbar sein müssen.
00:26:47: Glaubwürdigkeit entsteht eben nicht durch möglichst große Versprechen sondern eben durch Transparenz.
00:26:54: was macht ein Betrieb tatsächlich?
00:26:55: Wo steht er heute welche Ziele verfolgte und wo gibt es vielleicht noch Verbesserungsbedarf?
00:27:00: aber weiterer Punkt ist natürlich auch die regionalen Kreisläufe, der Ernährung stärkeren Fokus darauf zu legen.
00:27:08: Das kulinarische Angebot besitzt eben erhebliche ökologische wirtschaftliche und auch soziale Wirkung.
00:27:15: Und am Ende des Tages – und das ist mir fast einer der wichtigsten Punkte vielleicht nicht der Wichtigste Weil die Grundlage muss geschaffen werden für nachhaltigen Tourismus.
00:27:24: Aber dann geht es natürlich um die Wirtschaftlichkeit.
00:27:27: Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit müssen immer zusammen gedacht werden, ein Betrieb der ökologisch vorbildlich aber dauerhaft wirtschaftlich nicht tragfähig ist kann nicht langfristig bestehen.
00:27:37: Und umgekehrt ist ein kurzfristig profitables Geschäftsmodell das seine natürliche oder gesellschaftliche Grundlage verbraucht ebenfalls nicht nachhaltig.
00:27:48: ökologische, soziale und ökonomische Perspektiven immer gemeinsam betrachtet werden.
00:27:53: Nachhaltigkeit bedeutet nicht Wirtschaftlichkeit hintanzustellen.
00:27:57: sie bedeutet wirtschaftlichen Erfolg über den längeren Zeitraum unter realistischen zukünftigen Rahmenbedingungen zu bewerten.
00:28:08: Und genau das tun wie auch tagtäglich.
00:28:10: Ja ich bin Tourismusberater Ich beschäftige mich mit Auslastung Preisen Rentabilität Finanzierung Positionierung und Investitionen.
00:28:20: Ich glaube an die wirtschaftliche und gesellschaftliche Kraft des Tourismus.
00:28:24: Tourismus schafft Arbeitsplätze ermöglicht regionale Wertschöpfung, finanziert Infrastruktur und fördert idealerweise Begegnungen zwischen Menschen.
00:28:32: Und gerade in ländlichen und alpinen Regionen ist der häufig eine entscheidende Grundlage dafür das wirtschaftliches und gesellschaftliches Leben erhalten bleibt.
00:28:45: Aber genau deshalb müssen wir uns ja auch fragen welchen Tourismus wir künftig Bechatten, finanzieren und entwickeln wollen.
00:28:54: Wirtschaftlicher Erfolg darf nicht bedeuten dass wir die Grundlage verbrauchen auf der dieser Erfolg beruht Und dabei gibt es logischerweise nicht die eine einfache Lösung.
00:29:04: Niemand wird den Klimawandel mit dem Verzicht auf die tägliche Zimmerreinigung einer Ladesäule oder einem regionalen Frühstück aufhalten.
00:29:12: Viele kleine Maßnahmen bleiben auch natürlich trotzdem wichtig Wenn sie Teil einer größeren glaubwürdigen Strategie sind.
00:29:19: Und wenn nicht, dann nicht!
00:29:20: Das sage ich auch immer.
00:29:22: Es muss nicht jeder Betrieb und nicht jeder Hotel hier zum Nachhaltigkeitsapostel werden.
00:29:30: Wenn das Thema aber ernst genommen wird, dann richtig.
00:29:33: Also wenn ich damit werben will oder in die Richtung was machen will, dann ganz... Oder bitte es bleiben lassen?
00:29:39: Natürlich gibt's ein paar Punkte dazwischen, die jeder vielleicht machen sollte.
00:29:43: Und es gibt natürlich ganz viele andere Themen, die uns im Tourismus beschäftigen.
00:29:48: Ich habe jetzt für die dreihundertste Folge vielleicht die Nachhaltigkeit Natur und Klimawandel herausgepickt, weil sie mich eben gerade sehr präsent beschäftigt haben.
00:30:00: Und ich hab auch nach dreihundert Folgen Smart Total Key nicht auf alle Fragen eine Antwort – und doch gar nicht den Anspruch darauf!
00:30:07: Ich glaube, ich habe gerade dieser Folge eigentlich fast mehr Fragen gestellt als beantwortet.
00:30:11: Aber genau dafür gibt es Smart Hotel Key um Entwicklungen nicht nur zu beobachten sondern offen darüber zu sprechen und vielleicht auch unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und um wirtschaftlichen Erfolg nicht losgelöst von seiner Wirkung auf Menschenregionen um Natur zu betrachten.
00:30:32: Für alle Interviewgäste, alle Hörerinnen und Hörern, alle Rückmeldungen auch für jeden Widerspruch.
00:30:38: Auch die hat es gegeben!
00:30:39: Und bitte auch heute zur jetzigen Folge wenn du einen Punkt komplett anders siehst lasst es mich wissen.
00:30:47: Und gleichzeitig hoffe ich natürlich dass wir in den kommenden weiß nicht zweihundert dreihundert vierhundert Folgen nicht nur darüber sprechen werden wie Tourismus erfolgreicher werden kann.
00:30:56: Wir müssen noch darüber sprechen wie er voll künftig überhaupt definiert werden oder abgesichert werden soll.
00:31:03: Tourismus braucht intakte Lebensräume, davon bin ich überzeugt.
00:31:06: Er braucht Menschen die gerne in den Destinationen leben und arbeiten und er braucht wirtschaftlich gesunde Betriebe.
00:31:14: Und natürlich braucht Tourismus auch den Mut manche Entwicklungen nicht einfach vorzuschreiben sondern neu zu denken.
00:31:23: Die Klimaveränderung wird dem Tourismus verändern.
00:31:26: Die Frage ist, ob wir diesen Wandel nur erleiden und reagieren wenn es zu spät ist oder ob wir eine verantwortungsvolle Rolle in der Gestaltung spielen wollen.
00:31:38: Ja die Folge ist jetzt ein bisschen länger geworden als die meisten eigens aufgenommenen Folgen.
00:31:45: ich habe und das ist ganz spannend.
00:31:48: In der Vergangenheit in den letzten dreihundert folgen das Thema Nachhaltigkeit doch schon einige Male auf dem Tabit gehabt Und ich werde dir alle weiteren Folgen und Beiträge zum Thema verlinken im aktuellen Blogbeitrag, der zu dieser Folge gemeinsam erscheint.
00:32:11: In diesem Sinne noch einmal Danke fürs Zuhören wenn du bis am Schluss dabei warst!
00:32:15: Wenn dir die Folge gefallen hat lasst gerne ein Like da, abonniere den Podcast, kommentiere Teile ihn weiter.
00:32:22: Ich freue mich natürlich auf viele weitere Folgen, auch viele weitere Hörerinnen und Hörern Idealerweise auf nochmal ein paar hundert Folgen Smart Hotel Key in den nächsten Jahren.
00:32:33: In diesem Sinne, alles Liebe einen schönen Tag noch!
00:32:36: Bis bald und tschau-tschau.