Smart Hotel Key, dein Podcast für erfolgreiches Hotelmanagement

Smart Hotel Key, dein Podcast für erfolgreiches Hotelmanagement

Hier dreht sich alles rund um die wichtigsten Fragestellungen der Hotellerie.

Transkript

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00:00:00: Herzlich willkommen beim Smart Hotel Key Podcast.

00:00:04: Von den besten Lernen, Akzente setzen und in die Umsetzung kommen – smart hotel key!

00:00:09: Und du hast immer den richtigen Schlüssel in der Hand.

00:00:16: Hallo und herzlich Willkommen bei Smart Hotel key deinem Podcast für erfolgreiches Hotelmanagement.

00:00:22: Mein Name ist Marco Riederand.

00:00:23: ich freue mich sehr dass Du auch diese Woche wieder mit dabei bist.

00:00:27: Ja in der letzten Folge haben wir das Jubiläum Folge macht das erste kleine Jubiläum mit dreihundert Regulier und Smart Hotel gefolgen.

00:00:36: Wir haben ein bisschen einen Blick in die Vergangenheit geworfen rund um Nachhaltigkeit, rund um touristische Entwicklung, rundom die Bedeutung von Wetter- und Klimaveränderungen für vor allem den alpinen Tourismus.

00:00:51: Wir machen auch einen Blick an Zukunftgeworfen und ich habe ein paar Gedanken dazu geteilt Was ich glaube oder wo ich denke, wo wir besser hinschauen müssen.

00:01:03: Wenn ich diese Themen interessieren und auch ein bisschen so einen kleinen Rück- und Ausblick von dreihundert Folgensmart Hotel gehe dann höre ich doch gerne die letzte welche Gefolge nochmal an.

00:01:12: Heute geht es um ein Thema das mich seit Jahren durchaus immer wieder begleitet und dass oft anders verstanden wird von verschiedenen Parteien und ich maße mir nicht dann hier die letztgültige Weisheit zu erkennen oder mir anzulasten, aber ich möchte doch hier ein bisschen aufräumen und einmal diskutieren was es damit auf sich hat.

00:01:40: Und es geht konkret um die Begrifflichkeit des Boutique Hotels.

00:01:46: Was ist ein Boutiques Hotel?

00:01:48: Was macht den Boutiquotel aus?

00:01:50: und warum reden seit Jahren alle drüber Erschaffen auch große Hotelketten immer mehr Marken mit Boutique-Charakter.

00:02:00: Es geht aber nicht nur um Boutiques Hotel, wenn man ein bisschen nachdenkt.

00:02:03: neben boutique gibt es auch Design Hotels, Lifestyle Hotels Heiderways vielleicht doch Adults Only Hotels.

00:02:10: also die Hotellerie ist grundsätzlich schon ziemlich erfinderisch wenn es darum geht einen Betrieb mit wenigen Worten ein bestimmtes Image zu verleihen wobei eben kaum ein Begriff so gern verwendet wird wie das Boutiquotel.

00:02:25: Es klingt sehr persönlich, es klingt hochwertig.

00:02:28: Es verspricht auf den ersten Blick einmal Individualität eine besondere Atmosphäre und einfach ein Erlebnis.

00:02:35: Doch die Frage ist für mich was macht ein Hotel tatsächlich zu einem Boutique-Hotel?

00:02:40: Reicht eine überschaubare Zimmeranzahl?

00:02:43: Braucht's vielleicht in dein auffälliges Design?

00:02:47: Brauchts lokale Kunst?

00:02:48: Brauchs einen Signature Drink an der Bar?

00:02:51: Muss das Hotel privat geführt sein oder kann eben auch ein Haus einer etablierten Hotellkette glaubwürdig als Putik-Hotel auftreten.

00:03:01: Und der Auslöser dafür, dass ich mal gedacht habe das Thema könnte jetzt ganz spannend sein und dass ich mir ein bisschen mehr mit diesen Fragen beschäftigt hab Das war tatsächlich einen sehr, sehr lesenswerten Beitrag von Hans Amrhein im Fachmedium Hotel InSight.

00:03:16: Den werde ich auch in Blog verlinken.

00:03:18: Der Titel des Beitrages ist Putikhotel bloß ein inflationär verwendetes Marketingeticket Und er geht da bei der Frage nach, ob eben Boutique noch eine belastbare Hotellkategorie der längst immer beliebig verwendbares Marketingversprechen ist.

00:03:35: Und die Antwort ist eben nicht eindeutig.

00:03:37: und gerade deshalb lohnt sich vielleicht doch eine genaue Auseinandersetzung mit dem Thema weil hinter der Diskussion verbirgt sich eine viel grundsätzlichere Frage was unterscheidet nämlich eine tatsächliche Positionierung von einem attraktiven Etikett von einer Hülle, in die ich mich werfe damit ich was nach außen zum verkaufen habe.

00:04:03: Der Begriff der Boutique Hotels stand schon in den Achtziger Jahren und war ein bisschen so die Reaktion auf die zunehmende Standardisierung der internationalen Markenhotellerie.

00:04:16: Während große Hotelkeiten Sicherheit und Verlässlichkeit durch möglichst einheitliche Produkte versprachen, stellten Boutiques Hotels bewusst aus besonderer einen Mittelpunkt also nicht das reproduzierbare Produkt sondern der eigenständige Ort der den Aufenthalt eben prägen soll.

00:04:34: Nicht das immer gleiche, sondern Überraschung, Persönlichkeit und eine erkennbare Haltung.

00:04:38: Boutique Hotels wollten also keine Hotels für alle sein, wollen doch heute noch nicht, sondern eben Häuser mit einer klaren Handschrift.

00:04:46: Hansa Amrein verweist in seinem Beitrag auf Hotel Inzert auch auf einen Bericht der EHL der Hospitale The Business School Und ich habe mir diesen Bericht auch angeschaut, auch den verlinkt mich natürlich im Blog Hotelier und Boutique Pionier Jan Schrager genannt.

00:05:03: Und für ihn hat Boutik nicht in erster Linie mit der Größe eines Hotels zu tun, sondern eben mit Fokus, Haltung, Produktdifferenzierung und einem besonderen Erlebnis.

00:05:13: Ein Boutiquotel versuchte auch gerade nicht als generisches Produkt möglichst allen Gästen zu gefallen, sondern nur ganz gezielte Zielgruppen auch damit anzusprechen.

00:05:23: Und das ist schon ein ganz wichtiger Gedanke, weil Boutique beschreibt eben weniger eine bestimmte Immobilie oder Betriebsgröße als vielmehr eines Strategies der Differenzierung.

00:05:33: und gleichzeitig steckt darin durchaus auch ein gewisses Paradoxon.

00:05:37: Weil persönlich geführte lokal verwurzelte Häuser mit einer sichtbaren Gastgeber Persönlichkeit die sind ja keine Erfindung der achtziger Jahre wo der Boutiques Hotel Charakter aufgekommen ist.

00:05:49: Diese Art der Hotellerie prägt ja die europäischen und insbesondere Alpine-Hotellerie schon sehr lange.

00:05:56: Bevor die standardisierte Markenhotellerie zum dominierenden internationalem Modell wurde, waren viele Hotolls zwangsläufig individuell.

00:06:05: Eigentlich wurde also mit dem Boutique Hotel etwas zu einem besonderen Konzept erhoben das in der traditionellen Privathotellerien einmal selbstverständlich war.

00:06:16: Und da müssen wir auch noch mal kurz über die Größe sprechen weil häufig wird versucht den Begriff Boutique über die Zimmeranzahl zu definieren.

00:06:24: Wenn man so ein bisschen recherchiert und liest, dann gilt eine Grenze oft von rund hundert Zimmern.

00:06:30: Manche Definitionen sprechen sogar von einer Range, die bei zehn Zimmern anfängt und bis Hundertfünfzig oder zweihundert Zimmer gehen kann.

00:06:38: Und allein schon diese Bandbreite zeigt dass es keine allgemein anerkannte Abgrenzung gibt.

00:06:43: Boutique Hotel ist also weder eine geschützte Bezeichnung noch eine offizielle Betriebsform oder Klassifizierung.

00:06:51: Und praktisch jedes Hotel könnte sich jetzt einfach dieses Etikett geben, findet uns ja auch!

00:06:57: Natürlich ist aber die Größe nicht vollkommen irrelevant weil in einem kleineren Haus kann es natürlich leichter gelingen persönliche Nähe herzustellen... Die Wege sind kürzer, die Betriebstruktur ist überschaubar und die Mitarbeitenden können sich Namen, Vorlieben und Gewohnheiten der Gäste natürlich auch eher merken weil er ständige Präsenz da ist.

00:07:18: Und je größer das Hotel wird desto stärker benötigt die standardisierte Prozesse um betriebswirtschaftlich auch erfolgreich zu sein.

00:07:26: es braucht ja noch klare Arbeitsteilungen und skalierbare Strukturen allein schon aufgrund der Betriebsgröße unter anderen Anforderungen.

00:07:33: aber auch klein hätte allein garantiert natürlich weder Persönlichkeit oder Qualität.

00:07:38: Auch ein Hotel mit twenty-fünf Zimmern kann vollkommen austauschbar sein.

00:07:42: Es kann unpersönlich geführt werden, es kann eine beliebige Einrichtung besitzen und keinerlei erkennbare Beziehungen zu seinem Standort aufweisen.

00:07:50: Umgekehrt kann auch ein Hotelmit hundertzwanzig Zimmern eine sehr klare Identität der durchdachte Dramaturgie und eine sehr persönliche Servicekultur entwickeln.

00:07:59: Die entscheidende Frage ist deshalb nicht wie klein das Hotel ist sondern eher wie fokussiert?

00:08:04: Ist seine Idee, seine Ausrichtung die Positionierung?

00:08:08: Und natürlich spielt auch Design in der Boutique-Hotelkategorie eine zentrale Rolle.

00:08:14: Das ist auch irgendwie nachvollziehbar und logisch, weil Räume erzeugen Atmosphäre sie vermitteln Werte und sie prägen auch den ersten Eindruck.

00:08:25: Also wenn ich in den Betrieb komme, wenn ich die Lobby betrete und ein Ah-Erlebnis habe dann ist das was Besonderes, was in Erinnerung bleibt, was ich im Hinterkopf abspeiche.

00:08:34: also Architektur und Interior Design können eine Geschichte erzählen und dem Hotel auch zu einem unverwechselbaren Charakter verhelfen.

00:08:44: Und gerade weil Design sichtbar und auch fotografierbar ist, beziehungsweise über digitale Kanäle gut vermittelt werden kann wird es häufig ein bisschen mit der Positionierung verwechselt Ein paar coole Stühle im Eingangsbereich vielleicht noch Messinglampen, dunkle Wandfarben einen Neonschriftzug.

00:09:02: Die Frage ist ob das tatsächlich ausreicht um aus einem Hotel ein Boutique-Hotel zu machen Weil auch eine offene Bar, eine Yogamatte oder ein regionaler Gin aus der Umgebung sind für sich genommen noch kein Konzept und inzwischen ist viel mehr sogar fast eine neue Form der Standardisierung zu beobachten.

00:09:25: Viele Hotels möchten besonders individuell wirken und verwenden dann die gleichen Gestaltungskots wie zwanzig andere Betriebe schon.

00:09:35: Und am Ende ähneln sich die vermeintlich unverwechselbaren Häuser genauso wie sich früher klassische Kettenhotels ähnelten.

00:09:43: Nur eben vielleicht ein bisschen auf dekorativere Weise, das bedeutet aber nicht dass diese Gestaltung schlecht sein muss.

00:09:50: ich glaube nur sie reicht nicht aus weil ein Hotel wird nicht dadurch individuell das es anders aussieht.

00:09:55: Es wird individuell wenn es konsequent anders gedacht geführt und erlebt wird.

00:10:02: Also ist.

00:10:02: ein glaubwürdiges Nicht nur Botikkonzept, sondern eigentlich generell Hotellkonzept entsteht erst dann wenn sich eine klare Idee durch das gesamte Hotel zieht.

00:10:12: Und Architektur und Interior sind ein Teil davon aber eben nur ein Teil!

00:10:17: Die Persönlichkeit des Hauses ist einfach viel mehr.

00:10:21: Das fängt von der Kommunikation, vom Sprache auf der Website an.

00:10:25: Aber weiter wie ich die Gäste empfange... Da geht es um die Atmosphäre, vielleicht auch um die Musik und Gerüche in den öffentlichen Bereichen.

00:10:33: Wie werden Speisen präsentiert, zubereitet, regionale Partner eingebunden oder eben nicht?

00:10:40: Was gibt's für Haltungen, Etiketten der Gastgeberinnen und Gastgebern gegenüber Mitarbeitenden, gegenüber Gästen

00:10:48: etc.,

00:10:49: pp.

00:10:50: Erst wenn ich all die Elemente, die vom Betriebsablauf überdesign, über Vertrieb über Umgang, ja über die gesamte Gäste und aber auch im Bluartschirne konsequent harmonisch denke wenn diese Elemente aufeinander abgestimmt werden dann entsteht ein stimmiges Gesamterlebnis.

00:11:14: Spannend ist vielleicht doch eine Reisetrend-Studie die ebenfalls erwähnt wird und die Jurier wählen muss aus dem Jahr Bemerkenswerte Entwicklung auch schon festgestellt wurde.

00:11:29: Es kam nämlich in den Hotelbewertungen auf hotels.com innerhalb von einem Jahr zu einem signifikanten Anstieg der Erwähnung des Wortes Vibe.

00:11:41: mehr als neunzig Prozent der befragten Reisenden, bezeichneten die Atmosphäre eines Hotels als wichtig für ihre Buchungsentscheidung und immer öfter war vom Vibe in dem Hotel zu lesen.

00:11:52: Ein großer Teil mehr als zwei Drittel waren bereit für einen Aufenthalt in einem Hotel dessen Atmosphäre ihren Vorstellungen entspricht, mehr zu bezahlen.

00:12:00: Und besonders interessant dabei ist auch als wichtigster Faktor für diesen Vibe wurde nicht das Interior die Musik oder die Beleuchtung genannt sondern die Serviceorientierung.

00:12:10: also wie wird er den Menschen umgegangen?

00:12:12: was für ein Gefühl habe ich?

00:12:13: wie werde ich empfangen?

00:12:14: Wie wird vielleicht darauf beschwerden reagiert?

00:12:18: Was hat die Begegnung im Betrieb für einen Mehrwert?

00:12:23: Und ein mutiges Interior kann Aufmerksamkeit erzeugen und kann auch super auf Social Media, auf Instagram, auf TikTok funktionieren.

00:12:30: Persönlichkeit entsteht aber erst dann wenn eben Räume Service Kommunikation und Gastgeber Kultur dieselben Geschichten erzählen.

00:12:39: Und das gilt natürlich nicht nur für Boutique Hotels.

00:12:43: Ein Boutiques Hotel braucht aber natürlich einen kleinen Standpunkt.

00:12:46: es muss wissen für wen es da ist welche Bedürfnisse es erfüllt und welche Art von Aufenthalt es ermöglichen möchte.

00:12:52: und damit ist zwangsläufig auch die Erkenntnis verbunden, dass das Hotel nicht für alle Gäste gleichermaßen geeignet sein kann.

00:12:59: Und damit geht es dann am Ende auch schon wieder wie so oft in diesem Podcast an den letzten dreihundert Folgen um das Thema Positionierung.

00:13:10: Ich habe erst in der Smart-Hotel gefolge zweihundert achtzig einen Beitrag gebracht zum Thema Klarheit in der Positionierung.

00:13:20: also wirklich Mit seiner Zuspitzung auch nicht nur zu wissen, wofür stehe ich sondern Wofür auch nicht und wen spreche ich nicht an Und hier gilt das auch wieder.

00:13:31: Das wird doch für den ein oder anderen Betrieb immer unangenehm.

00:13:35: Natürlich wünscht man sich auf der einen Seite ein klares Profil Möchte aber gleichzeitig Auf dem ersten Blick keine Zielgruppe ausschließen.

00:13:44: Ich nehme ja vielleicht ein Geschäft weg.

00:13:47: Mein Angebot soll für Paare genauso passen wie für Familie Familien für Ruhesuchenden genauso wie für Gruppen und für aktive Gäste, genau so wie für Seminarteilnehmende.

00:13:59: Mein Angebot soll idealerweise regional modern traditionell nachhaltig luxuriös unkompliziert und auch noch preislich attraktiv sein.

00:14:09: Joé!

00:14:10: Kann man auch machen oder das Ergebnis ist dann häufig kein vielseitiges sondern ein sehr unscharfes Hotelprodukt?

00:14:16: Echte Positionierung braucht eben auch Mut zur Entscheidung.

00:14:20: sie verlangt eine ganz klare Antwort auf die Fragen Für wen wollen wir relevant sein?

00:14:25: Welche Bedürfnisse können wir besser füllen als andere.

00:14:29: Was hat das mit unserer Haltung zu tun, welche Haltung vertreten wir, welche Angebote passen da noch konsequent dazu und worauf verzichten wir bewusst?

00:14:38: Für wen ist unser Hotel möglicherweise nicht die richtige Wahl?

00:14:44: Auch diese Frage ist entscheidend wenn ich klar positioniert sein will.

00:14:49: Ein profiliertes Hotel darf polarisieren.

00:14:52: Nicht jeder Gast muss es leben, die richtigen Gäste sollen es dafür stärker schätzen.

00:14:56: Wenn du noch ein bisschen mehr zu dem Thema Positionierung, Klarheit in der Positionierung und Differenzierung zu anderen Markteilen nicht wissen willst, dann hör gerne rein in das Smart-Hotelgefolge.

00:15:07: zweihundertachzig Klarheit an der Positionierung – ich verlink sie auch noch im Block und im Block gibt's auch noch etwas mehr dazu zu lesen!

00:15:15: Ein Boutique?

00:15:16: Hotelkonzept klingt also... Grundsätzlich einmal sehr attraktiv, aber es ist auch betrieblich anspruchsvoll.

00:15:23: Viele seiner Stärken sind gleichzeitig auch potenzielle Schwächen.

00:15:27: natürlich... ...ist man unabhängiger!

00:15:31: Aber als unabhängiges Haus verfügt man meist doch nicht über die Bekanntheit oder die Reichweite, über die Datenbasis vielleicht auch über die Loyalitätsprogramme und auch über den Vertriebskraft eines internationalen Hotelkonzernes.

00:15:46: Für die notwendige Sichtbarkeit entsteht daher häufig eine stärkere Abhängigkeit von Buchungsplattformen, von Direktbuchungsstrategien und von Vertriebsmaßnahmen, die einfach kosten.

00:15:59: Und das sind dann eben keine Nebendämen sondern auch wirtschaftliche Notwendigkeiten.

00:16:05: Es wird also als Boutique Hotel grundsätzlich ein bisschen komplexer aber das kann sich natürlich auch schön machen weil ich viele Individuelle und auch schneller reagieren kann.

00:16:13: Der sensibelste Faktor ist hier natürlich der, das Menschen der Leute die vor Ort sind.

00:16:20: Personalisierter Service ist personalintensiv.

00:16:25: wenn ich jetzt eh schon Personalknappheit oder hohe Fluktuation im Markt habe dann treffen diese natürlich Boutique Hotels besonders stark weil sie eben genau jenes Versprechen beschädigen dass den höhere Preis rechtfertigen soll.

00:16:41: also wenn ich so wenig Mitarbeiter hab für den Service dann kann ich das natürlich nicht einhalten was ich vielleicht nach Außentransportiere.

00:16:49: Und Servicekultur lässt sich eben nicht einfach mit einem Designkonzept einkaufen oder aus einem Handbuch übernehmen, Servicekulture muss im Betrieb aufgebaut vorgelebt und täglich weiter entwickelt werden.

00:17:03: Das ist auch so ein bisschen die Klammer weil die wichtigste Ressource eines Portigdolls so wichtig auch ein Design unter schönes Auftreten ist – die wichtigsten Ressourcen ist nicht das Interior sondern eben die Fähigkeit Persönlichkeit zuverlässiger Leber zu machen.

00:17:20: Und jetzt sind wir schon ein bisschen in dieser Frage, weil wenn auch die Hotellketten immer mehr Butikcharakter Marken etablieren können Hotell ketten über Butik Das ist ganz spannend, weil Boutique Hotels entstanden ja ursprünglich als Gegenbewegung wie ich in der Einleitung gesagt habe zur standardisierten Markenhotellerie.

00:17:41: Und heute versuchen International Hotel Gruppen genau diese Individualität über Lifestyle-Marken Soft Brands und Collections zu skalieren!

00:17:51: Und auch hier verweise ich gerne noch einmal auf eine externe Analyse von Skift wo die größten fünf Hotelunternehmen Anfang sixundzwanzig untersucht wurden.

00:18:03: Gemeinsam rund vierzig Lifestyle-Marken mit mehr als zweitausend Hotels, klären wir auf.

00:18:09: Mit etwa dreihundertfünfzigtausend Zimmern, klaren wir zu, betrieben haben.

00:18:15: Das heißt was also Rebellion gegen die Kettenhotelleri?

00:18:19: vegan ist damit längst Teil der internationalen Markenstrategie geworden?

00:18:23: Und hier versucht man oft auch so ein bisschen die Schnittmenge abzubilden Weil natürlich versprechen Soft Brands den Hotels eine gewisse Eigenständig, aber eben auch gleichzeitig in Zugang zu Technologievertrieb und Loyalitätsprogrammen eines Konzernes.

00:18:38: Die Frage ist.

00:18:38: jetzt kann ein solches Hotel ein echtes Boutique-Hotel sein?

00:18:42: Beziehungsweise was ist überhaupt ein echtiges Boutiques Hotel?

00:18:44: Und Puristen werden diese Frage jetzt sehr klar verneinen weil Unabhängigkeit sichtbare Eigentümerpersönlichkeit und die Führung als Einzelhaus als unverzichtbarer Merkmale wahrgenommen werden für ein Boutique-Hotel.

00:19:00: Und ich glaube auch ganz so einfach ist es nicht, weil ein privat geführtes Hotel ist nicht automatisch individuell und umgekehrt keinem Hotel innerhalb einer Collection, also quasi eine Soft Brand einer großen Marke durchaus auch eine eigenständige Geschichte einen klaren Bezug zum Standard und eine hervorragende persönliche Servicekultur entwickeln.

00:19:22: Für den Gast ist die Eigentümer oder Vertragsstruktur ohnehin sehr selten ausschlaggebend.

00:19:29: Er möchte wissen, ob sich das Hotel besonders und glaubwürdiger anfühlt.

00:19:34: Das heißt, die bessere Beurteilung wäre eigentlich nicht kette- oder unabhängig sondern eher der Grad der tatsächlichen Eigenständigkeit.

00:19:42: oder wie viel Entscheidungskompetenz liegt im Hotel?

00:19:45: Wie stark prägt er Standort aus Produkt und wie individuell sind Servicekulinarik?

00:19:51: Gibt es auch eine erkennbare Gastgeberbesündlichkeit?

00:19:55: Und wie viel wird tatsächlich zentral vorgegeben, also wird lokale Identität tatsächlich gelebt oder lediglich inszeniert?

00:20:03: und ein Softbrand kann einem eigenständigen Haus wirtschaftliche Stärke verleihen ohne zwangsläufig dessen Charakter zu zerstören.

00:20:11: Entscheidend ist ob die Marke Individualität ermöglicht oder dieser null standardisiertes Konzept reproduziert.

00:20:20: Und gerade die österreichische Ferienhotellerie besitzt eigentlich ideale Voraussetzungen für glaubwürdige Boutiquekonzepte.

00:20:28: Viele Häuser sind seit Generationen mit einem Ort verbunden, sie verfügen über Familiengeschichten, regionale Netzwerke, besondere Gebäude und eben auch die notwendigen Gastgeberpersönlichkeiten.

00:20:38: Landschaftkulinare, Kultur- und regionale Lebensweisen bieten einfach zahlreiche Anknüpfungspunkte!

00:20:44: Und trotzdem bleiben viele dieser Potenziale oft ungenutzt, weil die regionale Verwurzelung häufig einfach über austauschbare Symbole dargestellt wird.

00:20:53: Ein bissel Altholz, ein paar historische schwarz-weiß Fotografien, die zeigen wie lang es uns schon gibt.

00:20:59: Ein paar Produkte von Bauern nebenan und traditionelle Gerichte auf der Speisekarte.

00:21:04: das kann eh ein Teil der Geschichte sein aber es ersetzt eben noch keine eigenständige Positionierung.

00:21:11: Lokal Verantwortung sei ich ja auch Aber Verankerung bedeutet mehr, sie zeigt sich darin wie ein Hotel mit seinem Umfeld interagiert welche Menschen sichtbar werden.

00:21:22: Welche Produzenten eingebunden sind oder auch welche Erfahrungen ausschließlich an diesem Ort möglich sind?

00:21:28: Gerade kleinere fairen Hotels können hier ihre überschaubare Größe die Nähe zu den Gästen und die persönliche Handschrift wirklich zu einem Wettbewerbsvorteil machen.

00:21:38: dafür muss man aber bisschen aufhören die Besonderheiten ausschliesslich über Sehr allgemeine Begriffe wie familiär, herzlich genussvoll und authentisch zu beschreiben.

00:21:47: Die entscheidende Frage die wir auch im Strategieprozessen gerne stellen lautet Was kann ein Gast genau in diesem Hotel erleben da es keinem anderen Haus in derselben Form bekommt?

00:22:01: Und da wird man oft drauf kommen.

00:22:03: Ganz ganz oft hat das einfach mit den Menschen zu tun die vor Ort sind.

00:22:08: Man kann sich jetzt noch einmal selbst die frage stellen Kann mein Hotel ein Boutiqueversprechen tatsächlich einlösen?

00:22:15: Gibt es eine klare Idee.

00:22:17: Ist meine Zielgruppe konkret definiert, erzählt das gesamte Haus die selbe Geschichte?

00:22:23: ist der Standortteil des Produkts, ist die Persönlichkeit auch ohne Design erkennbar?

00:22:31: können Mitarbeitende das Versprechen dass ich nach außen signalisiere Einlöse?

00:22:36: Und fast wichtig oder fast das Wichtigste, nicht das Wichtigste aber eingeine ganz wichtige Klammern natürlich die wirtschaftlich relevant ist sind Gäste auch bereit für die Besonderheiten mehr zu bezahlen.

00:22:46: Man könnte jetzt natürlich ein bisschen als Fazit sagen, Boutique ist keine Zimmerzahl sondern eine Haltung.

00:22:52: und das stimmt doch zum Teil!

00:22:53: Und die Frage war ja auch am Anfang ist Boutik vielleicht nur ein inflationär verwendetes Marketingeticket?

00:23:00: Und da muss man sagen teilweise Ja.

00:23:03: Der Begriff ist nicht geschützt, er klingt attraktiv und er kann von praktisch jedem Hotel verwendet werden.

00:23:08: Gerade deshalb besteht die Gefahr, dass er ähnlich verwässert wird oder vielleicht teilweise schon ist wie Luxus, Nachhaltigkeit oder Authentizität.

00:23:19: aber das macht den Begriff boutique noch nicht automatisch bedeutungslos.

00:23:25: der Begriff beschreibt reale Bedürfnisse moderner Reisen da Persönlichkeit, Atmosphäre, Individualität, lokale Relevanz und persönliche Aufmerksamkeit.

00:23:35: Problematisch wird es also erst dann wenn das Etikett die tatsächlichen Leistung ersetzt.

00:23:44: Boutique ist also keine bestimmte Zimmeranzahl.

00:23:46: Es ist doch kein Einrichtungsstil und kein automatisch durch private Eigentümerschaft verliehendes Qualitätsmerkmal.

00:23:53: Boudique ist ein Leistungsversprechen.

00:23:57: dieses Hotel Dieses Boutique-Hotel behauptet, fokussiert persönlich unverwechselbar und mit seinem Standort verbunden zu sein.

00:24:04: Und wer dieses Versprechen verwendet, der muss es eben entlang der gesamten Guest Journey einlösen von der Website über Reservierung, über die Ankunft des... Das Zimmer das Frühstück bis zum Beschwerdehändling um doch bis zur Verabschiedung.

00:24:18: Ein Hotel darf kleinen Design orientiert und Inhaber geführt sein und trotzdem austauschbar bleiben.

00:24:24: Umgekehrt kann auch ein größeres oder markengebundenes Haus ein unverwechselbares Erlebnis schaffen.

00:24:30: Entscheidend ist nicht, welche Sättikett an der Eingangstür oder auf der Website steht, entscheidend ist ob eine klare Idee im gesamten Hotel spürbar wird.

00:24:41: Weil echte Individualität lässt sich nicht einfach behaupten.

00:24:45: sie muss gelebt und vor allem von den Gästen erlebt werden!

00:24:52: Und damit möchte ich vielleicht diese Podcastfolge auch schon abschließen würde mich sehr interessieren, was du dazu denkst.

00:25:02: Hast Du Dich mit dem Gedanken gespielt?

00:25:04: Dich als Putti-Kotel zu branden?

00:25:06: bist Du vielleicht eins?

00:25:08: Hast Du andere individuelle Stärken?

00:25:10: Lass mir gerne einen Kommentar da wenn es nicht öffentlich sein soll.

00:25:14: schreib mir gerne auch direkt.

00:25:16: Wenn Dir die Folge gefallen hat freue ich mich natürlich wenn Du sie teilst wenn Du den Podcast abonnierst wenn Du ihn auf der Plattform Deiner Wahl bewertest.

00:25:22: all das unterstützt natürlich auch dieses Format In diesem Sinne, das sollte aber für heute gewesen sein.

00:25:29: Ich freue mich auf weiteren Austausch.

00:25:30: wünsche dir noch einen schönen Tag eine schöne Woche und freue mich wenn du nächste Woche wieder rein hörst.

00:25:36: in diesem Sinne alles Liebe bis bald tschau tschaud.

Über diesen Podcast

"Smart Hotel Key - Dein Podcast für erfolgreiches Hotelmanagement". Hier dreht sich alles rund um die wichtigsten Fragestellungen der Hotellerie. Basierend auf jahrelanger Erfahrung und Branchenexpertise werden die wichtigsten Werkzeuge, Trends und neuesten Erkenntnisse in der Hotelbetriebsführung zusammengefasst und besprochen. Spannende Unternehmergespräche und tagesaktuelle Inputs rund um aktuelle Entwicklungen runden die Inhalte ab.

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von und mit Marco Riederer

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