Smart Hotel Key, dein Podcast für erfolgreiches Hotelmanagement

Smart Hotel Key, dein Podcast für erfolgreiches Hotelmanagement

Hier dreht sich alles rund um die wichtigsten Fragestellungen der Hotellerie.

Transkript

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen bei Smart Hotel Key.

00:00:03: Mein Name ist Marco Riederer, ich freue mich sehr, dass du auch diese Woche wieder mit dabei bist!

00:00:08: Wir sind in dieser speziellen Zeit im Jahr, wo über Ski-Dicketpreise diskutiert wird... ...und die Frage unweigerlich aufkommt ob Ski fahren zu teuer ist.

00:00:19: Alle Jahre wieder bündig zum Start der Winter-Saison beginnt in Österreich dieselbe Diskussion.

00:00:25: Ski boys Preise steigen, Tageskarten kosten mittlerweile mehr als achtzig Euro.

00:00:30: die Medien freuen sich über Schlagzellen.

00:00:33: Und auch heuer ist es wieder so, das konnte man ganz leicht vorher sagen, doch die Frage ist ob Skifahren wirklich so außergewöhnlich teuer ist wie es die öffentliche Debatte vermuten lässt oder ob wir vielleicht seit Jahren auch die falschen Zahlen miteinander vergleichen.

00:00:50: und dazu gibt's unsererseits eine ganz aktuelle Auswertung mit dem einen oder anderen interessanten Fekt und vielleicht einer neuen Perspektive, weil wer Freizeitaktivitäten nicht nur nach ihrem absoluten Preis sondern vielleicht nach den Kosten pro Stunde vergleicht der kommt zu einem durchaus überraschenden Ergebnis.

00:01:12: Weil da liegt Ski fahren bei rund fünf angenommenen Fahrstunden pro Ski-Tag mit sechzehn Euro pro Stunde im Mittelfeld von zahlreichen Freizeiten angeboten.

00:01:25: Das bedeutet jetzt natürlich nicht, dass die steigenden Skibarspreise kein Problem darstellen aber vielmehr lohnt es sich ein bisschen genauer hinzuschauen.

00:01:34: Aber zunächst einmal zu den Fakten.

00:01:37: Es gibt eine ganz aktuelle Erhebung auch von Urlaubshamster Die verlink ich im Blog auch Die erwachsenen Tagespreise der österreichischen Skigebiete Mit also die fixen Tarife Der Ski-Gebitte in der Hauptsaison vergleichen hat.

00:01:55: und zum Schluss kommt, dass der durchschnittliche Erwachsenen Tageskartenpreis bei siebzig, dreiunddreißig Euro liegt.

00:02:02: Am Adelberg bei fünfundachtzig Euro und generell das in den zwölf größten Skigebieten die Tageskatenpreise in den letzten Jahren signifikant gestiegen sind Und dass diese Entwicklung kritisch diskutiert wird durchaus nachvollziehbar, aber gleichzeitig sagt eben der aktuelle Preis einer Tageskarte noch relativ wenig darüber aus wie teuer das eigentliche Freizeit-Erlebnis im Vergleich zu anderen Aktivitäten ist.

00:02:32: Und vor allem bitte und es ist ja auch schon ein bisschen unikum wir reden immer über die durchschnittlichen Tagespreise in der Hauptsaison nirgendwo anders wird mit diesen Preisen.

00:02:46: normalerweise wird immer gesagt, bei uns kannst du ab so und zu viel Euro das und dieses und jenes Angebot beziehen.

00:02:54: Allein schon diese mediale Kommunikation von absolut Preisen in der Hauptsaison im Durchschnitt die macht mich ein bisschen stutzig und führt uns schon ein bisschen zu einem Problem, wo Skifahren einfach auf ein gewisses Tableau gehoben wird das nicht mehr verlassen werden kann.

00:03:12: Und genau hier setzt unter anderem auch eben der Preisvergleich an über die Freizeitaktivitäten den ich ganz am Anfang angesprochen habe weil für einen durchschnittlichen Schiedergeben mit fünf Stunden aktiver Nutzung sprechen wir von sechzehn Euro pro Stunde wenn der Ski-Tagespreis Eighty Euro kostet und wenn man das ein bisschen vergleicht mit anderen Freizeitaktivitäten Bolling kostet ungefähr ca.

00:03:40: €, Reiten sogar €, auch ein Thermenbesuch liegt auf einem ähnlichen Niveau wie Skifahren.

00:03:50: Das werde ich euch zum Download verlinken und in den Blog einfügen Eine ganze Liste gemacht an Freizeitaktivitäten, wo wir die Absolutpreise durch die Durchschnittliche Anzahl an Stunden gerechnet haben.

00:04:02: Auch hinzugerechnet haben falls noch Ausrüstung notwendig wird und einfach einmal ein bisschen ein Gefühl dafür zu bekommen welche Freizeitaktivität, welche Kosten überhaupt verursacht auf Stundenpause.

00:04:13: Und natürlich sind diese Freizeiteangebote nicht alle eins zu eins und uneingeschränkt miteinander vergleichbar.

00:04:19: ein Skidock ist etwas anderes als eine Stunde Bowling oder Reiten aber genau darum geht es ja auch.

00:04:24: wer Preise vergleichen möchte da muss auch die Dauer um den Umfang der gebotenen Leistung berücksichtigen.

00:04:30: und wenn ich Skifahren gehe dann steckt ihr auch viel mehr dahinter weil hinter dem Skibus steckt Infrastruktur.

00:04:37: Und die Infrastruktur verursacht wieder enorme Investitionen und laufende Aufwendungen, Seilbahnen, Beschneidungsanlagen, Pistenpräparierung, Sicherheitseinrichtungen, Energieversorgung – die ganzen Mitarbeiter, die ich dafür brauche das alles muss finanziert werden!

00:04:52: Und hinzu kommen natürlich hohe Anforderungen an die technische Verfügbarkeit an laufendem Modernisierungen Und anders als bei vielen ganzjährig nutzbaren Freizeitangeboten müssen diese Kosten zudem in einer vergleichsweise kurzen Saison erwirtschaftet werden.

00:05:08: Und gleichzeitig steigen aber Gäste und Besucherseite ständig die Anforderungen an Qualität, an Komfort, an Schneesicherheit – das heißt aus betriebswirtschaftlicher Perspektive ist es überhaupt nicht überraschend dass Skifahren kein günstiges Freizeitaengebote ist!

00:05:25: Aber die entscheidende Frage lautet ob die Gäste den geforderten Preis auch als angemessen empfinden.

00:05:32: Und hier hat UrlaubsHamster in ihrem Preisvergleich noch eine ganz spannende Rechnung angestellt, sie haben nämlich die Tagesschiepreise durch die angebotenen Pistenkilometer dividiert und sind zu der Erkenntnis gekommen dass Der Adl bergt zwar mit ca.

00:05:52: eighty-fünf Euro das teuerste untersuchte Skigebid ist, aber mit rechnerisch achtundzwanzig Cent pro Angebot einen Pistenkilometer gleichzeitig den niedrigsten Wert aufwäßt.

00:06:04: Das ist auch wieder ein Beispiel wie unterschiedliche Preisvergleiche ausfallen können.

00:06:07: allerdings halte ich tatsächlich auch dem Preis pro Pisten Kilometer nur bedingt für Aussagekräfte aktuell.

00:06:14: Ich glaube es gibt kaum einen Gast der einem einzigen Ski-Dark tatsächlich das gesamte Pistennetz nutzt.

00:06:20: Natürlich, bei längeren Aufenthalten kann das schon relevant sein.

00:06:24: Für die Wagen und um eine Qualität spielen aber neben der Größe des Skigebits vor allem eben die Bedingungen an die Wartezeiten, die Erreichbarkeit, die Servicequalität also das Gesamterlebnis ist eine viel viel wichtigere Rolle.

00:06:36: Das heißt ein günstiger Preis pro Pistenkilometer ist zwar spannend anzuschauen aber sicher noch lang ein Beweis für ein gutes Preisleistungsverhältnis.

00:06:47: Aber einen durchaus auch wichtigen Aspekt bringt Peter Zellmann in einem aktuellen Kommentar auf dem TP-Block noch in die Diskussionen.

00:06:56: Er kritisiert, dass die jährliche Debatte über Liftkartenpreise an einer grundlegenden Entwicklung vorbei geht weil wir unterscheiden viel zu wenig zwischen dem touristischen Skiurlaub und dem alltäglichen Freizeit Skifahren.

00:07:08: Seine langjährigen Untersuchungen und Beobachten zeigen auch, dass der klassische Ski-Tourismus vor allem im oberen Einkommenstrittel verankert ist.

00:07:15: Und diese Zielgruppe lässt sich durch steigende Skipasspreise offenbar nur begrenzt vom jährlichen Winterurlaub abhalten.

00:07:23: Ganz anders sieht es bei Freizeitschiefern aus.

00:07:25: gerade im Umfeld Der Ballungszentren haben sich viele Menschen vom regelmäßigen Skifahren leider schon längst verabschiedet.

00:07:34: und Zellmann argumentiert, dass dafür nicht allein wirtschaftliche sondern insbesondere emotionale und gesellschaftliche Veränderungen verantwortlich sind.

00:07:41: Weil die Frage ob sich eine Familie einen einwöchlichen Skiurlaub leisten kann Das ist eine andere als jene, ob Kinder und Jugendliche überhaupt noch regelmäßig mit dem Skisport in Berührung kommen.

00:07:52: Weil wir nur über die Preise der größten Skigebiete diskutiert, der übersieht möglicherweise die langfristig wichtigere Herausforderungen wie gelingt es den Zugang zum Skisports für kommende Generationen attraktiv und leistbar zu halten?

00:08:07: Und so hilfreich jetzt vielleicht die verschiedenen Vergleiche sind oder so interessant jetzt die Preisvergleiche Genauso wichtig ist es, auch die Grenzen zu können oder ein bisschen die differenzierte Betrachtung.

00:08:19: Weil für eine vierköpfige Familie sind's sechzehn Euro pro Stunde und Person wieder eine andere Größenordnung als für einen einzelnen Erwachsenen.

00:08:27: Und zum Skibas kommen dann häufig noch Ausrüstungen, Anreiseverpflegung und Skikurse hinzu.

00:08:33: Wenn man sich das alles gesamt überlegt, wird auch sehr deutlich und klar dass Skifahren zwar im Verhältnis zu anderen Freizeitaktivitäten Sehr angemessen bepreist ist, aber für viele Haushalte trotzdem schwerleistbar wird.

00:08:47: Und das ist auch kein Widerspruch!

00:08:48: Die Diskussion sollte sich deshalb nicht darauf beschränken, ob er ein Skibas... Um fünf Euro mehr oder weniger kostet.

00:08:54: viel entscheidender ist welche Angebote wir für Familien, Kinder Jugendliche und Einsteiger steigern auch in Zukunft schaffen.

00:09:00: Kleinere Skigebiete, regionale Angebote, attraktive Kinder- und Jugendariefe sowie Kooperationen mit Schulen können da eine ganz wichtige Rolle spielen und tun sie auch schon seit Jahren.

00:09:12: Und dieser ganzen Diskussion steckt ja auch für jedes Ferienhotel eine ganz interessante Erkenntnis weil wir beschäftigen uns intensiv mit Zimmerpreisenturchschnittsraten, Preissteigerungen.

00:09:22: Aber wie häufig stellen wir uns eigentlich die Frage welchen konkreten Gegenwert unsere Gäste dafür erhalten?

00:09:27: Ein Hotelzimmer um dreihundert Euro ist nicht automatisch teuer.

00:09:30: Genauso wenig ist ein Zimmer am hundzwanzig Euro automatisch günstig.

00:09:34: Viel entscheidender ist welche Leistungen, welche Qualität und welches Erlebnis mit diesem Preis verbunden sind und natürlich welche Erwartung in jeweilige Zielgruppe mitbringt.

00:09:44: Und das gilt für den Ski-Bass Genauso wie für den Hotelaufenthalt.

00:09:47: nicht der niedrigste Preisgewinn langfristig, sondern jenes Angebot dessen Wert für die richtige Zielgruppe nachvollziehbar ist.

00:09:57: Und wer in dem Podcast schon länger hört kommt immer wieder zu diesem Thema zurück.

00:10:01: da sind wir bei einem meiner Lieblingsthemen wieder nämlich der klaren Positionierung der zielgruppengerechten Angebote und der überzeugenden Kommunikation weil das alles ist fürs Leistungsversprechen so wichtig.

00:10:13: wer ausschließlich über den Preis argumentiert Der macht sich vergleichbar.

00:10:17: Wer hingegen seine Mehrwert verständlich vermittelt, der schafft eine Grundlage für höhere Zahlungsbereitschaft.

00:10:25: Ist Skifahren also zu teuer?

00:10:27: Die Antwort hängt davon ab wen wir fragen und welche Perspektive wir einnehmen.

00:10:32: Aus Sicht des einzelnen Freizeit-Tages ist Skifahrn mit rund sechzehn Euro pro Stunde überhaupt nicht außergewöhnlich teuer.

00:10:38: aus Sicht einer Familie die mehrere Skibesseausrüstung Nebenkosten finanzieren muss kann derselbe Skidag durchaus eine Belastung darstellen.

00:10:47: Und aus Sicht der Seilbahnwirtschaft stehen hinter den preisenhohen Investitionen natürlich anspruchsvolle betriebliche Rahmenbedingungen und alle drei Perspektiven haben ihre Berechtigung, was mir in der jährlichen Skibas-Debatte allerdings wirklich zu kurz kommt das ist die langfristige Entwicklung des Skisports.

00:11:03: wir diskutieren jedes Jahr darüber wie viele eine Tageskarte kostet und viel seltener beschäftigen uns damit wie ein zehn oder zwanzig Jahre überhaupt noch skifahren wird.

00:11:12: Vielleicht sollten wir auch deshalb weniger darüber sprechen, ob achtzig Euro für ein Ski-Tagespass zu viel sind und mehr darüber wie wir den Wert des Skierlebnisses vermitteln.

00:11:22: Und gleichzeitig den Zugang zum Wintersport sichern können!

00:11:26: Weil Langfristing entscheidet sicher nicht allein der Preis darüber, ob Menschen skifahren sondern auch ob sie darin überhaupt noch einen Wert für sich erkennen.

00:11:34: Heißes Thema, pünktlich im Herbst, wie jedes Jahr... Wie siehst du das?

00:11:39: Wird mich Natürlich wie immer über Feedback und Gedanken freuen.

00:11:43: Und natürlich auch, wenn wir uns nächste Woche wieder hören!

00:11:45: In diesem Sinne alles Liebe tschau-tschau.

Über diesen Podcast

"Smart Hotel Key - Dein Podcast für erfolgreiches Hotelmanagement". Hier dreht sich alles rund um die wichtigsten Fragestellungen der Hotellerie. Basierend auf jahrelanger Erfahrung und Branchenexpertise werden die wichtigsten Werkzeuge, Trends und neuesten Erkenntnisse in der Hotelbetriebsführung zusammengefasst und besprochen. Spannende Unternehmergespräche und tagesaktuelle Inputs rund um aktuelle Entwicklungen runden die Inhalte ab.

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von und mit Marco Riederer

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